Goodbye Social Communities

geschrieben von hau-tu am 1. November 2009 - Kategorie: Allgemein, Anleitung, Internet

Goodybe Social Communities
Vor einiger Zeit sorgte ein Selbstversuch für Aufsehen in der Blogsphäre. Bei SPIEGEL ONLINE dokumentierte eine StudiVZ- und Xing-Nutzerin ihren Ausstieg aus den Social Networks. Ihr Resümee war durchaus positiv: “Lang leben die echten Freunde!”
Nun sollte es jedem selber überlassen sein, auf welche Weise er mit seinen Freunden und Bekannten kommuniziert. Jedoch hat gerade die jüngste Vergangenheit gezeigt, dass es viele der Social Networks mit der Datensicherheit nicht so genau nehmen. Beinahe jedes kann schon mit einem Skandal oder Skandälchen aufwarten. Myspace gewährte Werbepartnern Einsicht in die Nutzerdaten (Artikel vom Foucs), Facebook öffnete sein Portal für Drittanbieter, mit dramatischen Folgen für die Datensicherheit, Twitter wurde gehackt und bei SchülerVZ wurden ganze Datensätze mit Profildaten geklaut (Artikel aus der Welt.)
Doch nicht nur auf illegalem Wege werden Social Network immer mehr zur Gefahr für die Privatspähre. Persönliche Informationen und Bilder, die Schäuble einst mit dem legendären Bundestrojaner beschaffen wollte, stellen immer mehr Menschen für Millionen Nutzer zugänglich ins Netz. Das erfreut nicht nur zwielichtige Gestalten sondern auch Personalchefs, die sich ein objektives Bild eines Bewerbers jenseits des Passfotos mit Seitenscheitel machen wollen. Inzwischen haben sich bereits Firmen darauf spezialisiert Datensätze über Bewerber aus Social Networks zusammen zu stellen.
Zum Glück haben die meisten Social Networks reagiert und bieten umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten der Privacy-Settings an. Doch gerade der Skandal um die SchülerVZ-Daten, der auch in traditionellen Medien ein Topthema war, zeigt, dass auch die vorsichtigsten Datenschutzregelungen nichts bringen, wenn die Server der Anbieter nicht sicher sind.
Wir von hau-tu.de haben einige Anleitungen zusammengestellt, mit deren Hilfe ihr euch von Social Networks abmelden könnt.

Twitter-Account löschen
Facebook-Account löschen
StudiVZ-Account löschen
Schülervz-Account löschen
Xing-Account löschen
Myspace-Account löschen

Was meint ihr zu diesem Thema? Vertraut ihr auf die Datensicherheit bei Facebook und Co, oder überlegt ihr euch auszusteigen? Was erwartet ihr von dem von Schwarz-Gelb geplanten Gütesiegel für Datenschutz im Internet?

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    Kommentare

    1. Thorsten sagt: am 1. November 2009 um 13:10

      Also meiner Meinung nach sollte jeder selbst wissen, inwieweit er persönliche und/oder vertrauliche Daten ins Netz stellt. Solange man nicht völlig sorglos mit Informationen, Bildern und Videos umgeht und bedenkt, dass das was einmal im Netz steht schwer wieder zu entfernen ist, sind Social Networks doch eine äußerst erheiternde und vor allem kommunikative Sache. Wer sich das nicht zutraut seine persönlichen Informationen auf seinem Account zu filtern, sollte sich aber vielleicht doch besser abmelden.

    2. ModernStalking sagt: am 1. November 2009 um 13:17

      ist ne gute sache!
      grad bei svz sollte man aufpassen viele lehrer geistern dort rum und spionieren wie ihre vorbildlichen schüler so in der freizeit drauf sind. zwei lehrer haben das mal zugegeben bei uns der eine hat sogar zuvor paar details die er ausm svz über schüler hatte vorgelesen. is halt einfach zum spionieren perfekt solche communities.

    3. Siggi sagt: am 1. November 2009 um 14:07

      wer mit seinen daten nicht umgehen kann, sollte es lieber lassen. es ist ja offensichtlich das die daten missbraucht werden können, es kann sie ja schließlich jeder sehen.

    4. Anne sagt: am 1. November 2009 um 15:11

      Jeder hat über dieses Thema eine eigene Meinung , logisch.
      Meiner Meinung nach sind solche Accounts bei Facebook , Studivz …. eine tolle Sache , man kann in Kontakt mit anderen bleiben und immer top informiert sein!

      Jedem ist oder müsste jeodch auch bewusst sein , dass alles was ins Internet gestellt wird auch für drite zugänglich ist!
      Wer aber unbedingt seine “Saufbilder” von der letzten Feier online stellen muss , muss auch mit den Konsequenzen leben können!
      Ansich sind diese Accounts ne top Sache , wenn man es nicht übertreibt!

      Ich finds aber super , das ihr hier ganz genau erkärt wie man seinen Account löschen kann , ich denk viele wissen nämlich nicht wie das richtig funktioniert!!

    5. Tammy sagt: am 1. November 2009 um 15:46

      Erst einmal ein Lob an euch, dass auf einer “Anleitungsseite” auch kritische Themen diskutiert werden können :)

      Natürlich ist prinzipiell jeder selber dafür verantwortlich was er über sich preisgeben will und was nicht, da aber gerade Teenager die Gefahren und mögliche Folgen viel zu nichtig einschätzen, sollte meiner Ansicht nach mehr in den Datenschutz investiert werden!

      Mein Tipp, da ich selber nicht auf spaßige Pläuschlein online mit meinen Freunden verzichten will, einfach die Kontaktdaten bei der Anmeldung ein wenig abändern… so hat eine denkbare Datenpanne auf dich keinlerei Folgen ;)

    6. BurberryBill sagt: am 1. November 2009 um 16:09

      Man sollte sich defintiv zweimal überlegen, welche daten man von sich preisgibt.
      aber wenn man gerade bei fotos oder allzu persönlichen informationen aufpasst und noch dazu hohe privacy settings wählt, schätze ich die teilnahme an social netwerks als völlig unbedenklich ein. Lax gesagt ist es mir
      auch egal, ob die information, dass ich gerne basketball und eis mag, weitergegeben wird oder nicht.
      Bedenklich finde ich, dass junge nutzer oft nicht einschätzen können, welche daten sie lieber für sich behalten sollten.
      Gerade aber diese jungen nutzer würden sich auch nicht von den vorgeschlagenen gütesiegeln zur reflektion hinreißen lassen, da sie sich wohl kaum mit dem thema datenmissbrauch auseinandertsetzen und weiterrechende konsquenzen eher schwer einschätzen können.
      das gütesiegel ist sicherlich eine gute idee und bietet eine -wenn auch eher schwache- hilfestellung.

    7. Cathrin sagt: am 1. November 2009 um 18:57

      Ich bin bei ziemlich vielen Social Communities angemeldet und könnte ehrlichgesagt nicht darauf verzichten.
      Die Freundin in Amerika stellt die neuesten Bilder online auf denen man ihrem Leben dort ein Stück weit folgen kann; der Kumpel lädt zu einer Party ein…
      Das ist doch alles viel einfacher als telefonieren…
      Aber wie viele Informationen man von sich preisgeben will, sollte dann eben jeder für sich selbst entscheiden.

    8. Tom sagt: am 18. November 2009 um 22:32

      ich bin der meinung, dass man mit den informationen, die man bei svz und anderen netzwerken preisgibt sehr vorsichtig sein sollte. ich wurde auch opfer einer lehrerin, die anscheinend im schülervz ein profl entdeckte, das mich etwas unschmeichelhaft parodiert. sie nannte mich im unterricht, vielleicht etwas unabsichtlich, “herr pickelhofer” (das war der name dieses genialen profils). das hat mir bewiesen wie einfach es ist, für lehrer und dann in zukunft auch für mögliche arbeitgeber, informationen mit hilfe von internetnetzwerken in erfahrung zu bringen.
      also passt auf, denn mit den informationen, die ihr oder andere über euch ins internet stellt sollte man nicht spaßen…

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