Facebook macht seinen Namen zum Programm

geschrieben von hau-tu am 22. Dezember 2010 - Kategorie: Allgemein

Wie sicherlich einige von euch schon aus den Medien entnommen haben, testet Facebook zur Zeit seine neuste Applikation – die Gesichtserkennung.

Zurzeit befindet sich diese noch in der Testphase und ist nur für einige User in Amerika unter einer Pilotapplikation verfügbar. Die neuste Erfindung von Facebook soll es den Usern erleichtern, mit einer automatischen Gesichtserkennung, Fotostrecken ohne großen Aufwand zu taggen. Durch die neue Software legt der User beispielsweise das Gesicht seiner Tante Gretel fest, die er auf der letzten Familienkonferenz fotografiert hat. Anschließend werden alle weiteren hinzugefügten Bilder von Tante Gretel erkannt und dementsprechend in einem Fotoalbum sortiert und getaggt.
Diese Vorstellung wird sicherlich den ein oder anderen Datenschützer und Facebooknutzer beunruhigen – und das zu recht.
Die Gesichtserkennung soll sich zwar in der Privatsphäreneinstellung eines jeden Nutzer ausstellen lassen, aber denoch ist es fragwürdig ob jeder laienhafte Facebooknuter dieses “großzügige Angebot” von Facebook wahrnimmt, und sich vor der Gesichtserkennung schützt.
Doch wie könnte/wird diese Applikation weiter modifiziert werden? Ganz einfach, in Zukunft wird diese, vom User erstellte, Gesichtsdatenbank es ermöglichen unbekannte Gesichter zu identifizieren. Sicherlich fragen sich nun einige von euch, was diese Daten letzendlich bringen. Es wäre zum Beispiel möglich, mit eine Mobileapplikation wildfremde Personen auf der Straße zu fotografieren und die Applikation gleicht diese Daten mit den hinterlegten Daten im Internet ab und zeigt sofort das zugehöhrige Facebookprofil zur Freunschaftsanfrage an. Das klingt einerseits irgendwie nützlich, kann aber andererseits sehr gefährlich werden.

Natürlich werden wir euch, sobald diese Applikation auch in Deutschland verfügbar ist, eine Anleitung zum Anpassen der Privatsphäre vorstellen.

Was haltet ihr von der neusten Erfindung von Facebook – Fluch oder Segen?

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    Kommentare

    1. Pascal sagt: am 22. Dezember 2010 um 00:31

      Sowohl Segen als auch Fluch. Ich denke es ist Ansichtssache. Otto-Normal-Verbraucher wird sich über diese Funktion freuen, weil es eine “Erleichterung” ist. Der Datenschützer im Geek wird sich nicht darüber freuen.

      Sicherlich wird der ein oder andere auch seinen Account löschen, mal sehen wo es hingeht mit FB! Denn letztlich hatte bislang alles Hand und Fuß was sie getan haben und es war immer nützlich, wenn nicht sogar innovativ, wenn ein Social Network denn innovativ sein kann.

      Ich bin jedenfalls der Meinung, dass mir die neue Funktion gefällt, kenne sie bereits von iPhoto auf dem Apple.

    2. Justin sagt: am 22. Dezember 2010 um 11:12

      Mich wundert es eigentlich nicht, dass direkt Kritik kommt. Ist doch überall so. Kaum gibt´s was neues sagt irgendwer “Nein das geht so net”. Dabei haben sie es selbst noch net ausprobiert. Abwarten und Tee trinken ;) .

    3. Hau-tu sagt: am 22. Dezember 2010 um 12:06

      Ja, aber ich denke die Kritik ist durchaus berechtigt. Ich fände es, glaube ich, nicht so lustig/angenehm, wenn jemand mit seinem Handy ein Bild von mir auf der Straße macht und sofort weiß wer ich bin etc. Die andere Seite der Medaille ist natürlich, dass es auch sehr nützlich sein kann – vielleicht sogar bei der Verbrechensbekämpfung, man weiß ja nie.

    4. jill sagt: am 12. Januar 2011 um 17:13

      Ist das eigentlich schon drausen?

    5. hau-tu sagt: am 27. Januar 2011 um 13:31

      Nein, wird zur Zeit in Amerika getestet.

    6. Besucher sagt: am 20. April 2011 um 20:39

      Das klingt nach phantastischer Innovation! Genauso wie die Sonne Licht bringt, bringt sie auch den Schatten hervor und wir entscheiden uns zu unterschiedlichen Zeiten für die eine oder andere Seite… Nun, da wir wissen welche Risiken das birgen kann, sollte es doch ganz einfach sein sich zu entscheiden! Will ich im Internet nicht “entdeckt” werden, so muss ich mich BEDECKT halten, das ist doch garnicht schwer. Schwer scheint es, seine Entscheidung konsequent umzusetzen, über die Jahre; kleine Schwächen werden da sofort “bestraft”. Also gebt den Raum frei für Innovationen und entscheidet euch ob ihr dabei sein wollt oder nicht. Die Entscheidung steht doch Jedem frei. Sonnige Grüße aus Berlin

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